mS Senf

Warum Standpunkte allein nichts nützen

3. Februar 2011

Ist Ihnen eigentlich schon einmal aufgefallen, wie viele Leute zu allen möglichen Dingen eine Meinung haben, die eventuell sogar mehr als vertretbar wäre, es aber nie über den Kaffehaustisch hinaus schafft? Ich sage schade drum. Naja, nicht immer, aber oft genug.
Das ganze lässt sich ausweiten. Um gegen politische Unideen vorzugehen, arbeiten verschiedenste Interessensgruppen - manchmal sogar richtig sinnvoll in Kombination - ihre Standpunkte aus.
Und da hört es dann irgendwie auf. Bei den Standpunkten nämlich, die dann im besten Fall wenigstens irgendwo in einer kurzen Presseaussendung festgehalten werden und dann im Archiv der APA versumpern, anstatt auf der Serviette unter der Kaffeetasse. Schade drum.
Die Frage “Was tun mit unseren Standpunkten?” ist eine sehr wesentliche, die sich aber nur die wenigsten stellen.Dass demonstrieren nichts nützt, haben wir bereits festgestellt, das können wir ruhig sein lassen. Dennoch - zumindest publik machen könnte man sich dann doch. Wozu gibt es Facebook, Twitter und Co, wenn nicht, um seinen Senf allen interessierten und wehrlosen nachzuschmeißen.

Und warum sollte man das tun? Nun, wie kann man Druck auf die Politik ausüben? Nicht mit Protesten, nicht mit Beschwerden, nicht mit Standpunkten. Sondern einzig und allein, indem man dafür sorgt, dass die Wähler mit dem geplanten unzufrieden sind. Und wenn man der Meinung ist, dass man dies erreichen kann, dann hat man eine Chance.

Und wie man das erreichen kann - indem man seine Standpunkte klar macht. Öffentlich.
Also beginnt bitte endlich, dies zu tun, oder spart euch die Zeit für die Standpunkteausarbeitung - wär schade drum.

m.

Neue Schule, alte Leier

22. Dezember 2009

Die neue LehrerInnenausbildung ist jetzt halb offiziell halb fertig. Die Lehrer, die unsere Kinder unterrichten, werden in Zukunft nur noch ein halbes Studium brauchen. Statt Magister, werden sie Bachelor sein. Damit wird sich etwa das Wissen eines Mathematiklehrers in Zukunft in etwa auf das beschränken, was im Mathematikbuch steht, viel mehr Fachkompetenz wird in dieser neuen Ausbildung keinen Platz mehr finden.

Ich zweifle ja ganz ehrlich gesagt an der sinnhaftigkeit einer Lehrkraft, die in etwa die Funktion eines Hörbuches hat, aber bitte. Was mich viel mehr schockiert, ist die Tatsache, dass das außer mir scheinbar niemanden stört. Die Bildung der Kinder ist den meisten Menschen wohl einfach nicht so wichtig. Viel wichtiger ist dieser Tage, dass das Kind in der Schule betreut und erzogen wird, womit immer mehr Eltern überfordert sind.

Ich finde das ja traurig, ich schicke meine Kinder in der Früh in die Schule, damit sie dort etwas lernen, aber den Schülern auch tatsächlich etwas beizubringen, dass sie im Idealfall sogar irgendwann irgendwo selbstständig anwenden können, sehen scheinbar die wenigsten Lehrer noch als ihre Aufgabe. Dazu passt dann aber die neue Ausbildung wieder recht gut, wo jeder Lehrer gelernter Kindergärtner ist und keiner mehr ein Fachspezialist. Verantwortung abgeschoben. Glück gehabt.

m.

PS: Nähere Infos übrigens hier: http://orf.at/091218-45979/index.html

Leute, die nicht nachdenken

1. Dezember 2009

Warum denken eigentlich so unglaublich viele (Tendenz gegen alle) Leute nicht über das nach, was sie tun?

Erster Punkt: Wieso lassen so viele Leute ihre Kinder taufen, die noch kein einziges Mal in einem Gottesdienst waren? Das ist doch eigentlich schwachsinnig. Entweder, sie sind so religiös, dass es ihnen wichtig ist, ihr Kind zu taufen, dann ist das ja voll ok, oder aber sie tun es nur, weil es irgendwie selbstverständlich ist. Sie denken nicht darüber nach. Dabei sollte das ja eigentlich eine gut durchdachte Entscheidung sein, schließlich macht man sein Kind damit zum Mitglied einer Religion, der man eigentlich selbst nicht klar verbunden ist. Das ist als würde man seinem Kind nur Krimis zum Lesen geben, obwohl man slebst Krimis nicht leiden kann. Das würde man ja auch nicht machen, oder?

Zweiter Punkt: Wieso gibt es so viele schlechte Lehrer? Ein guter oder schlechter Unterricht kann wesentlcihen EInfluss auf ein Kind haben. Ob es gerne in die Schule geht, Spaß am Lernen hat oder sich für ein fach interessiert, hängt unglaublich stark vom Lehrer ab. Eigentlich sollte es doch ein gemeinsames Ziel von Schülern und Lehrern sein, dass die Schüler etwas lernen.
Dessen sind sich aber die meisten Lehrern nicht bewusst, denken einfach nicht darüber nach, wollen vielleicht auch garnicht.
Dritter Punkt: Wieso ist den Leuten, die in der Politik etwas zu sagen haben, so egal, was die Menschen wollen? Jeder vertritt nur seine eigenen Interessen, dabei haben wir, die Wähler, doch - die Studentenproteste zeigten es - doch keineChance, unsere Meinung einzubringen - die Menschen, die wir wählen, sollten eigentlich unsere Stimme sein. Aber das ist ihnen auch nicht klar, oder es ist ihnen egal. Weil sie auch nicht darüber nachdenken.

m.

PS: Demnächst: Mein Senf zu Dingen, über die ich nachdenke.

Frauen mit Stöckelschuhen

25. November 2009

Meiner Ansicht nach muss man da unterscheiden:
Es gibt Frauen, die Stöckelschuhe tragen, weil sie selbstbewusst sind. Wenn diese andere Frauen sehen, die Stöckelschuhe tragen, oder wenn sie auch nur das Geräusch von den Stöckeln anderer Frauen aus der Ferne vernehmen, wittern sie Konkurenz, denn da ist noch jemand selbstbewusst. Sie könnten tatsächlich auch so selbstbewusst sein, dass ihr das Stöckel-Klacken garnicht auffällt. Oder aber sie merken dann am unsicheren Blick der anderen, dass es sich um die zweite Art von Frauen mit Stöckelschuhen handelt.

Es gibt ja nämlich auch Frauen, die selbstbewusst auftreten wollen, es aber nicht sind und denen das Geräusch, das sie beim Gehen verursachen, eigentlich total peinlich ist. Das merkt man dann oft am unsicheren Blick. Diesejenigen fühlen sich durch das AUftreten anderer Frauen mit Stöckelschuhen sofort eingeschüchtert und bemerken dann oft auch nicht den unsicheren Blick, weil sie sicher sind, die einzigen zu sein, denen es peinlich ist, beim Gehen zu stöckelklacken.

Wie immer gibt es natürlich auch Frauen, die einfach nur so Stöckelschuhe tragen und ich möchte niemandem unterstellen, in eine der beiden Gruppen zu fallen, denkt aber ruhig mal darüber nach.

By the way: Stöckelschuhe gehören zur Schuhmodellgruppe der Pumps, die übrigens zuerst von Männern getragen wurden - seit dem 17. Jahrhundert, während sie von Frauen erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts getragen werden.
Schuhe mit Riemchen vorne und Highheels gehören nicht zu den Pumps.

m.

Mein erster eigener Blog oder Warum nicht mehr Leute protestieren

22. November 2009

Hallo, Welt, hier ist mein Blog!

Warum braucht die Welt noch einen Blog? Warum braucht die Welt diesen Blog?

Ich habe vor einigen Wochen in der Zeitung von den Studenten-Protesten gelesen. Und dann immer weniger. Und ich dachte, warum protestieren die eigentlich? Bald dachte ich dann, warum protestieren die nciht mehr. Dann merkte ich, die protestieren ja noch, es schreibt nur keiner mehr darüber. Und dann dachte ich nur noch, da stimmt doch was nicht.

Menschen protestieren doch, weil was nicht passt. Und wenn etwas nicht passt, sollte man doch eigentlich dafür sorgen, dass es dann doch wieder irgendwie passt. Aber irgendwie passiert da nichts. Sie protestieren immer noch und es passt immer noch nichts.

Schön, es mag sein, dass die Studenten selber nicht genau wissen, was sie wollen. Die einen kämpfen für dieses, andere sind eigentlich für jenes. Das ist aber eigentlich auch ganz egal, Fakt ist, dass etwas nicht passt und auch weiterhin nicht passen wird, weil bis jetzt scheinbar nichts unternommen wurde, damit es wieder passt. Es wird scheinbar nur abgewartet, bis die Protestierednen von selber wieder zum Protestieren aufhören, dann passt zumindest für die Politik nämlich wieder alles.

Ich sehe da ein ganz grundlegendes Problem. Was passiert denn dann nämlich, wenn mir, wenn uns allen einmal etwas nicht passt? Wer schaut dann, dass es wieder passt? Die Politik tut es scheinbar nicht. Und das passt mir überhauptnicht.

Und hier mein nächster Gedankenschritt - auf die Straße gehen bringt scheinbar nix, aber irgendwie muss man doch die Möglichkeit haben, seinen Senf dazuzugeben. Zu einfach allem. Das ist nämlich mein gutes Recht in einer Demokratie. Und man muss ja nicht immer gleich was besetzen, wenn man still protestiert, und sei es nur in einem kleinen Blog, dann  hören einem ja vielleicht auch Leute zu, vielleicht mit der Zeit sogar immer mehr.

Und am Ende hat man dann vielleicht sogar mehr erreicht. Wenn man schreiend durch die Straßen zieht, hört einem scheinbar keiner zu. Weil viele das schon herausgefunden haben, protestieren auch nicht mehr Leute. Die Studenten werden es auch irgendwann lernen. Dann flüstere ich mich eben durch das Interent. Und deshlab braucht die Welt noch einen Blog.

m.

PS: Demnächst: mS Senf zu Frauen mit Stöckelschuhen



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