Warum Standpunkte allein nichts nützen
3. Februar 2011Ist Ihnen eigentlich schon einmal aufgefallen, wie viele Leute zu allen möglichen Dingen eine Meinung haben, die eventuell sogar mehr als vertretbar wäre, es aber nie über den Kaffehaustisch hinaus schafft? Ich sage schade drum. Naja, nicht immer, aber oft genug.
Das ganze lässt sich ausweiten. Um gegen politische Unideen vorzugehen, arbeiten verschiedenste Interessensgruppen - manchmal sogar richtig sinnvoll in Kombination - ihre Standpunkte aus.
Und da hört es dann irgendwie auf. Bei den Standpunkten nämlich, die dann im besten Fall wenigstens irgendwo in einer kurzen Presseaussendung festgehalten werden und dann im Archiv der APA versumpern, anstatt auf der Serviette unter der Kaffeetasse. Schade drum.
Die Frage “Was tun mit unseren Standpunkten?” ist eine sehr wesentliche, die sich aber nur die wenigsten stellen.Dass demonstrieren nichts nützt, haben wir bereits festgestellt, das können wir ruhig sein lassen. Dennoch - zumindest publik machen könnte man sich dann doch. Wozu gibt es Facebook, Twitter und Co, wenn nicht, um seinen Senf allen interessierten und wehrlosen nachzuschmeißen.
Und warum sollte man das tun? Nun, wie kann man Druck auf die Politik ausüben? Nicht mit Protesten, nicht mit Beschwerden, nicht mit Standpunkten. Sondern einzig und allein, indem man dafür sorgt, dass die Wähler mit dem geplanten unzufrieden sind. Und wenn man der Meinung ist, dass man dies erreichen kann, dann hat man eine Chance.
Und wie man das erreichen kann - indem man seine Standpunkte klar macht. Öffentlich.
Also beginnt bitte endlich, dies zu tun, oder spart euch die Zeit für die Standpunkteausarbeitung - wär schade drum.
m.